Historisches - Hardware-Zone

Direkt zum Seiteninhalt
Differenzmaschine
Differenzmaschine (um 1820)
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann der britische Mathematiker Charles Babbage zusammen mit seiner Lebensgefährtin Augusta Ada Byron mit dem Entwurf einer mechanischen, programmgesteuerten Rechenmaschine, die zur Lösung komplizierter mathematischer Gleichungen dienen sollte. Trotz aller Bemühungen war es Babbage jedoch nicht möglich, eine funktionsfähige Differenzmaschine zu bauen. Mit seinem Entwurf legte er jedoch den Grundstein für den Bau der ersten Computer im 20. Jahrhundert. Aus seinen Aufzeichnungen ging u.a. hervor, dass die Maschine aus einem Rechenwerk, einem Steuerwerk und einem Speicher, zusammengesetzt aus Hunderten von Zahnrädern, bestehen sollte. Darüber hinaus sollte das Muster, nach dem das Rechenwerk arbeitete, durch Lochkarten veränderbar sein. 1991 wurde die Differenzmaschine nach Babbages Entwurf gebaut und sie funktionierte tadellos.
Zuse Z3 (1941)
Der deutsche Ingenieur Konrad Ernst Otto Zuse konstruierte 1941 den ersten Rechner, der aus elektromechanischen Bauelementen bestand und mit dem Binärsystem arbeitete. Der Z3 setzte sich aus 2600 Relais zusammen und hatte eine Speicherkapazität von 64 Zahlen zu je 22 Dezimalstellen. In einer Sekunde konnte er 20 arithmetische Grundoperationen durchführen. Neben den vier Grundrechenarten beherrschte der Z3 auch das Radizieren und die Multiplikation mit fest eingegebenen Faktoren. Das Programm war auf einem Filmstreifen gespeichert. Sämtliche Eingaben erfolgten über eine Tastatur, Ausgaben über ein Lampenfeld.

Fotos: Venusianer (Z3), Denis Apel (Relais) aus der Wikipedia
ABC-Computer
Atanasoff-Berry-Computer (um 1942)
Den ersten Computer, in dem die Elektronenröhre eingesetzt wurde, konstruierten der amerikanische Wissenschaftler John Vincent Atanasoff und sein Assistent Clifford Berry im Jahr 1942. Allein das Rechenwerk (*) des ABC-Computers bestand aus 300 Elektronenröhren, beherrschte allerdings nur die Addition und Subtraktion von Zahlen.

Fotos: Manop, aus der Wikipedia
EDVAC
EDVAC (um 1944)
Der EDVAC (Electronic Discrete Variable Automatic Computer) baute auf  den Erkenntnissen von Atanasoff auf und verfügte als erster Computer  über einen Programmspeicher, in dem nicht nur die zu verarbeitenden  Daten gespeichert werden konnten, sondern auch die Befehle und  Adressen. Diese neue Errungenschaft hatte den Vorteil, dass der  Computer nicht bei jeder Änderung des Programmablaufs in zeitraubender  Arbeit "umgestöpselt" werden musste. Der EDVAC wurde 1944 von mehreren  Wissenschaftlern unter der Leitung des Mathematikers John von Neumann  konstruiert. Der EDVAC sollte die Flugbahnen von Geschossen berechnen.
UNIVAC
UNIVAC I (1951)
Der von Remington Rand Inc. vertriebene UNIVAC I (Universal Automatic Computer) war der erste Computer,  der in größerer Anzahl verkauft wurde (ungefähr 46 Exemplare). Er  bestand aus 5600 Elektronenröhren, 1800 Dioden und 300 Relais und konnte  in einer Sekunde ca. 2000 Additionen durchführen.
TRADIC
TRADIC (1955)
Der TRADIC (Transistorized Digital Computer) von Bell Telephone Corporation war der erste Rechner auf Transistorbasis und deshalb um ein Vielfaches kleiner und sparsamer als ein Röhrencomputer. Er bestand aus etwa 700 Transistoren und 11.000 Germaniumdioden. Die Rechengeschwindigkeit des TRADIC betrug 10.000 Rechenoperationen pro  Sekunde.
PDP-1
PDP-1 (1959)
Der PDP-1 (Programmed Data Processor) von der Firma DIGITAL war der erste Bürocomputer der Welt. Dank fortgeschrittener Transistortechnik  (Transistoren in der Größe eines Salzkorns) passte er in 4 1,80 m große Schränke. Die Rechengeschwindigkeit des PDP-1 setzte für einen Transistorrechner neue Maßstäbe: 100.000 bis 200.000 Rechenoperationen sollte der PDP-1 laut Hersteller in der Sekunde durchführen können. Erstmalig war es auch möglich, Daten über einen Bildschirm (eigentlich ein umgebauter Radarschirm) auszugeben.

Foto: Matthew Hutchinson, aus der englischsprachigen Wikipedia
IBM S/360
IBM S/360 (1964)
Das System/360 von IBM war die erste Bürorechnerfamilie, bei der eine  einheitliche Software und Peripherie zum Einsatz kam. Es gab fünf verschiedene Zentraleinheiten mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Speicherkapazität. Durch die Verwendung kleiner Keramikmodule mit  Schaltkreisen, die dichter, zuverlässiger und schneller waren als alle bis dahin erschienenen Transistortypen, konnte die Größe der Bürorechner bei steigender Leistungsfähigkeit weiter verringert werden.

Foto: Ben Franske, aus der englischsprachigen Wikipedia
Altair 8800
Altair 8800 (1975)
Der Altair war der erste Computer für den Heimgebrauch. Er wurde als  Bausatz, bestehend aus dem Intel 8080-Mikroprozessor (8 Bit, Arbeitstakt: 2 MHz) und 256 Byte Arbeitsspeicher, zum Preis von 397 Dollar an Bastler verkauft. Eingaben  erfolgten durch eine Gruppe von Schaltern an der Vorderseite des Geräts,  Ausgaben durch eine Reihe von Leuchtdioden. Die 100 freien Leiterbahnen  auf der Hauptplatine konnten dazu genutzt werden, um etwa eine Tastatur  oder einen kleinen Bildschirm anzuschließen. Auf diesem Computer hat  Microsoft-Mitbegründer Bill Gates übrigens die Programmiersprache BASIC  (Beginners` All Purpose Symbolic Instruction Code) entwickelt.

Fotos: Dr. Bernd Gross, Frank Zheng (Intel 8080), aus der Wikipedia
Apple I
Apple I (1976)
Der Apple I wurde Anfang 1976 aus Teilen eines Altair 8800 von Steve Wozniak in einer Garage konstruiert. Er bestückte die Platine des Altair mit einem MOSTek 6502-Prozessor (Taktfrequenz 1 MHz), 8 KB ROM, 32 KB RAM und Anschlüssen für ein Tastatur und einen kleinen Bildschirm. Aufgrund seiner Kompaktheit und leichten Bedienbarkeit gilt er heute als erster Personal Computer der Welt.

Foto: Bobo11, aus der Wikipedia
IBM PC
IBM PC (1981)
1981 wurde der Begriff "Personal Computer" mit dem IBM-PC quasi als offizieller Standard eingeführt. Der Computer war mit einem 8 Bit Mikroprozessor von Intel und 64 KB Arbeitsspeicher ausgestattet. Moderne PCs basieren noch immer auf der modifizierten Architektur des IBM PC.
Zurück zum Seiteninhalt